raus aus dem alltag – rein ins abenteuer!

Monat: Januar 2024

Ein Treffen mit Peter Pan und Captain Hook

Die Ankunft bei den 4000 Islands, die ganz im Süden Laos an der Grenze zu Kambodscha liegen, gestaltete sich als Geduldsprobe. Unsere Unterkunft liegt auf der Mekong-Insel mit dem Namen „Don Khon“, was wir dem Tuk-Tuk-Fahrer auch so sagten. Als wir dann schon in die falsche Richtung losfuhren, zeigten wir dem Fahrer nochmal die Karte auf dem Smartphone, damit er ja nicht zur ähnlich klingenden Insel „Don Khong“ fährt… Er fuhr trotz unserer Einwände („Not Don Khong!“) unbeirrt weiter und wir dachten, dass er uns einfach zur etwas außerhalb gelegenen Fähr-Stelle bringt. Nach 10min Fahrt waren wir uns sicher, dass er immer die falsche Insel verstand. Wir übersetzten den Text „Don Khon“ mit dem Google-Übersetzer nach Lao, zeigten es unserem Fahrer, welcher dann lachend „Aaaahhh, Don Quuaaaan“ sagte und umdrehte 😁 Tja, wieder was gelernt: Es ist immer besser, den Laoten den Zielort in ihrer Schrift zu zeigen, da die meisten logischerweise unsere Schriftzeichen nicht lesen können und wir Vieles falsch aussprechen. Auch mit Karten auf dem Handy können die meisten nichts anfangen, oft fehlt einfach die Bildung und logisches Denken. Egal, Hauptsache wir sind zur „Fähre“ gekommen. Die Fährboote sind wieder die schmalen, kippeligen Holzdinger mit laut knatterndem Motor.

Looping the Loop

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht – schon wieder ist fast eine Woche vergangen seit dem letzten Blog-Post. Die letzten 4 Tage verbrachten wir damit, den bekannten Thakhek Motorrad-Loop zu fahren, aber eins nach dem anderen.

Nachdem wir spätabends am Busterminal in Thakhek angekommen sind, mussten wir uns, wie alle anderen vom Bus auch, noch ein teures Tuk-Tuk (50000 Kip p.P.) bis zur Unterkunft nehmen, da die Bushaltestellen immer weit außerhalb vom Zentrum liegen. Die Tuk-Tuks wurden mit den Leuten aus dem Bus vollgestopft, die vielen Rucksäcke und das Gepäck noch hinten drauf geschnallt, bis kein Millimeter mehr frei war. Gottseidank hatte das Restaurant von unserem Guesthouse noch geöffnet, denn wir hatten noch nichts gegessen den ganzen Tag und es war schon etwa 21:30. Die Lokale in Laos schließen eher früh, und nur wenige haben die Genehmigung, länger als 23:00 offen zu haben.

Wir gönnten uns einen Ruhetag in der ca. 40.000 Einwohner zählenden Stadt Thakhek, welche nicht wirklich schön, aber der Ausgangspunkt zur gleichnamigen Motorrad-Runde ist. Außer ein paar im Kolonialstil erbaute alte Häuser gibt es hier nicht viel Sehenswertes. Die Stadt liegt direkt am Mekong und man sieht immer auf die thailändische Seite. Der Sonnenuntergang wäre hier wirklich wunderbar, wenn nicht das komplette Ufer zugemüllt wäre…

Oh my Buddha!

Im von Bergen umgebenen Nong Khiaw angekommen, gingen wir ins erstbeste Restaurant, und wurden wieder einmal nicht enttäuscht. „Mr. Wan“ servierte uns riesige Portionen und erklärte uns, dass das Lokal erst vor einem Monat eröffnet wurde und wie dankbar er für jeden Kunden ist. Seine Mama kocht und seine Schwester wäscht ab. Dass die ganze Familie zusammenhilft und im gleichen Betrieb arbeitet, ist hier in Laos fast überall so. Danach ging es ins Guesthouse, das wir über booking.com gebucht hatten, hier in den abgelegenen Orten sind aber längst noch nicht alle Unterkünfte online buchbar. Dort empfingen uns nur die Kinder, welche uns auch „eincheckten“ und das Zimmer zeigten.

Am nächsten Tag hatten wir uns einmal nichts vorgenommen. Gemütliches Frühstücken und durch das Dorf durchbummeln war die Devise und wir wurden, kaum dass wir aus unserer Unterkunft herauskamen, sogleich von den schon stark angetrunkenen Männern aus der Nachbarschaft eingeladen und herangewunken, ein Bier mit ihnen zu trinken… Wer kann da nein sagen?

Zweimal Ecstasy, bitte!

Happy New Year 2024! Wir wünschen allen Lesern ein gutes neues Jahr mit viel Glück, Gesundheit und tollen Reisen 😉!

Die Weihnachtsfeiertage ließen wir ruhiger angehen und gönnten uns (für Laoten) unbezahlbar teure Abendessen in gehobenen Restaurants für über 1 Million Kip, also 45€. Wir kamen aber nicht drum herum, uns den bekannten Buddha-Park außerhalb von Vientiane anzuschauen, welchen wir nach einer einstündigen Busfahrt auch erreichten. Hunderte Buddha-Statuen in allen Größen und Erscheinungsformen sind hier zu bewundern.

Zu unserem nächsten Ziel, der Partystadt Vang Vieng, brachte uns ein Minivan, den wir online buchten. Fast alle Transporte können aber entweder im Hotel oder bei den vielzähligen Touranbietern gebucht werden. Zwischen Vientiane und Vang Vieng gibt es seit 3 Jahren eine Autobahn, die erste überhaupt in Laos. Gebaut wird diese, wie so vieles aktuell auf der ganzen Welt, von den Chinesen. Auch neue Brücken, Dämme und Zugstrecken sind hier in chinesischer Hand, was langfristig sicherlich kritisch zu betrachten ist, aber auch aufzeigt, dass Laos allein noch nicht imstande ist, moderne Infrastruktur zu bauen. Vang Vieng wurde als wildeste Partymeile mit extremen Drogenkonsum in ganz Südostasien bekannt und zog tausende Hippies und Backpacker an. Dies nahm so krasse Auswüchse an, dass im Jahr 2011 nach offiziellen Angaben 22 Touristen starben, hauptsächlich beim Schlauchreiten nach Drogenkonsum. Daraufhin griff die Regierung ein und sperrte zahlreiche Lokale und die Region spezialisierte sich eher auf Action-Unternehmungen wie Ballonfahren, Kayaking, Ziplining usw. Aber auch heute noch ist der Zugang zu harten Drogen ziemlich einfach, man bekommt sie wenn man will an vielen Bars. Uns wurde in einer Bar zusätzlich zur Speise- und Getränkekarte eine „spezielle“ Menükarte gegeben, darauf fanden sich Gras, LSD, Ecstasy, Pilze und alles was das Junkie-Herz begehrt… Wahnsinn oder? Wir fanden das zumindest sehr erschreckend!

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