In Medellín angekommen, nahmen wir den Bus ins Zentrum. Direkt bei der Endstation war ein Lokal, bei dem es Essen zu geben schien – genau das, was wir jetzt brauchten. Mit meinem mickrigen Spanisch fragte ich nach “el menu”, was bisher immer die Speisekarte war. Der Chef zählte dann einiges auf und ich dachte mir, sie werden halt keine Speisekarte haben. Wir deuteten einfach auf ein Schild mit einer Suppe, die gut aussah, und der Chef faselte etwas von “Pollo” (Huhn), wir nickten und bestätigten mit “sí”. Als dann nach der riesigen Schüssel Suppe noch ein riesiger Teller mit frittiertem Hendl, Reis, Ei und Bohnen ankam, ging mir ein Licht auf… Wir hatten mit “menu” ein ganzes “Menü” bestellt 😂 Suppe, Hauptspeise und selbstgemachte Limonade kosteten dann lächerliche 7,79€ (36000 Pesos) für beide!!
Im Anschluss gingen wir zur Metro, auf die die Kolumbianer sehr stolz sind, da es das einzige Metro-System im Lande ist und auch die armen Randbezirke mit einbindet. Sie besteht zwar nur aus zwei Bahnlinien, dafür stehen aber auch noch sechs Gondel-Linien für die Stadtviertel zur Verfügung, die an den steilen Berghängen liegen. Das tolle ist, mit einem Fahrticket kann man direkt von der Bahn in einen Lift umsteigen und beliebig lange von einer Gondel aus die endlose Stadt bestaunen.