raus aus dem alltag – rein ins abenteuer!

Monat: September 2024

¡Viva México!

Bei der Passkontrolle am Flughafen Mexico City entschieden wir uns, zu einem Schalter mit Beamten zu gehen, anstatt durch die automatischen “e-Gates”, die den Pass und Gesicht scannen und an den internationalen Flughäfen immer populärer werden.

Grund dafür war, dass wir unbedingt einen Stempel im Pass wollten, da wir eventuell per Landweg nach Guatemala einreisen wollen und es bei kleinen, meist zwielichtigen Grenzübergängen immer besser ist, etwas vorweisen zu können.

Wir zeigten der Grenzbeamtin unser Onward-Ticket (temporäres Weiterreiseticket, ausschließlich zum Vorweisen bei der Einreise – siehe letzter Beitrag), das wir uns auf Mitte Oktober ausstellen ließen. Das war aber ein Fehler, denn die Beamtin stempelte uns nur 40 Tage erlaubten Aufenthalt in Mexiko in den Pass, obwohl bis zu 180 Tage visumfrei möglich wären 🙈 Hätten wir doch das Onward-Ticket einfach auf Dezember oder später ausstellen lassen… aber wahrscheinlich genügt es uns und wir halten uns sowieso nicht länger als 40 Tage in Mexiko auf. Wieder etwas gelernt!

Vom Flughafen fuhren wir dann mit einem App-Taxi zum Busterminal Taxqueña im südlichen Teil der 9-Millionen-Stadt. Die umliegende, dicht besiedelte Metropolregion gehört mit 21 Millionen Bewohnern zu den größten der Welt.

Wer rastet, der röstet

In Medellín angekommen, nahmen wir den Bus ins Zentrum. Direkt bei der Endstation war ein Lokal, bei dem es Essen zu geben schien – genau das, was wir jetzt brauchten. Mit meinem mickrigen Spanisch fragte ich nach “el menu”, was bisher immer die Speisekarte war. Der Chef zählte dann einiges auf und ich dachte mir, sie werden halt keine Speisekarte haben. Wir deuteten einfach auf ein Schild mit einer Suppe, die gut aussah, und der Chef faselte etwas von “Pollo” (Huhn), wir nickten und bestätigten mit “sí”. Als dann nach der riesigen Schüssel Suppe noch ein riesiger Teller mit frittiertem Hendl, Reis, Ei und Bohnen ankam, ging mir ein Licht auf… Wir hatten mit “menu” ein ganzes “Menü” bestellt 😂 Suppe, Hauptspeise und selbstgemachte Limonade kosteten dann lächerliche 7,79€ (36000 Pesos) für beide!!

Im Anschluss gingen wir zur Metro, auf die die Kolumbianer sehr stolz sind, da es das einzige Metro-System im Lande ist und auch die armen Randbezirke mit einbindet. Sie besteht zwar nur aus zwei Bahnlinien, dafür stehen aber auch noch sechs Gondel-Linien für die Stadtviertel zur Verfügung, die an den steilen Berghängen liegen. Das tolle ist, mit einem Fahrticket kann man direkt von der Bahn in einen Lift umsteigen und beliebig lange von einer Gondel aus die endlose Stadt bestaunen.

Die verlorene Stadt

Letzte Woche in Curaçao entschieden wir noch kurzfristig, dass wir von Bogota gleich weiterfliegen nach Santa Marta an die kolumbianische Karibikküste, denn dies ist der Ausgangspunkt der Touren zur Ciudad Perdida, der “verlorenen Stadt”. Die Highlights soll man sich nämlich nie für den Schluss behalten, denn es können noch oft unvorhergesehene Umstände eintreten, wie wir schon öfters die Erfahrung gemacht haben.

Die beiden Flüge dauerten jeweils nur eineinhalb Stunden, aber mit den Warte- und Umstiegszeiten landeten wir dann doch erst am späten Nachmittag im schwül-heißen Santa Marta. Wir wimmelten die vielen Taxi-Angebote gleich ab, denn es soll einen günstigen öffentlichen Bus ins Zentrum geben. Diesen fanden wir auch gleich, bereits auf Fahrgäste wartend und wir staunten dann nicht schlecht, als wir nur 2000 Pesos (43 Cent) pro Person für die einstündige Fahrt zahlen mussten! Der unglaubliche Lärmpegel einer lateinamerikanischen Stadt (Hupen, Motoren, laute Musik aus Lautsprechern, Geschrei, …) drang ungehindert durch die immer geöffnete Bustür und die Fenster herein und ließ Erinnerungen an Südostasien wach werden. Die Kolumbianer erschienen uns alle so unglaublich freundlich und hilfsbereit, aber nach Curaçao dürfte das auch nicht schwierig sein 😉

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