Als wir in Aitutaki gelandet sind, war das Wetter nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten – es regnete. Das ist hier in den Tropen aber nichts ungewöhnliches, nicht umsonst ist trotz der starken Sonne alles grün bewachsen. Unsere Gastgeberin, die komischerweise schon wieder Cathy hieß, empfing uns mit duftenden Blumenketten im winzigen, offenen Flughafengebäude. Nach kurzer Fahrt im Pickup waren wir schon da bei unserer kleinen „Villa“. Für 160€ die Nacht bekamen wir eine moderne Unterkunft mit eigenem Pool, Strand und Automatikroller geboten. Obwohl dies schon unser Budget hoffnungslos sprengte, ist das noch richtig billig im Vergleich zu den Resorts, dort blättert man für eine Nacht 500€ aufwärts hin.
Am Nachmittag wurde das Wetter schon freundlicher und wir düsten gleich mit dem Roller über die halbe Insel, die nur ca. 7 km lang ist. Echt super, dass der Roller inkludiert ist, denn öffentliche Verkehrsmittel gibt es auf Aitutaki keine. Die Häuser sind viel einfacher als in Rarotonga, fast wie auf den Philippinen kommt es uns vor. Das Geld der Touristen scheint wohl in den Resorts zu bleiben, denn vieles scheint etwas heruntergekommen oder als würde es Wartung benötigen. Mit Helm fährt hier niemand auf der Insel, aber das Verkehrsaufkommen ist überschaubar und die meisten kriechen im Schneckentempo die Straße entlang. Entgegenkommende Einheimische heben oft die Hand zum Gruß oder nicken uns freundlich zu. Die Straße zur höchsten Erhebung der Insel, dem 124 Meter hohen Maunga Pu, war dann ein besserer Traktorweg und ziemlich zugewachsen. Unsere Offlinekarte am Handy war da vielleicht nicht mehr ganz aktuell, einige Straßen und Wege scheinen aufgegeben und der Natur überlassen worden zu sein.