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Kategorie: Cook Inseln

Zurück in die Zukunft

Als wir in Aitutaki gelandet sind, war das Wetter nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten – es regnete. Das ist hier in den Tropen aber nichts ungewöhnliches, nicht umsonst ist trotz der starken Sonne alles grün bewachsen. Unsere Gastgeberin, die komischerweise schon wieder Cathy hieß, empfing uns mit duftenden Blumenketten im winzigen, offenen Flughafengebäude. Nach kurzer Fahrt im Pickup waren wir schon da bei unserer kleinen „Villa“. Für 160€ die Nacht bekamen wir eine moderne Unterkunft mit eigenem Pool, Strand und Automatikroller geboten. Obwohl dies schon unser Budget hoffnungslos sprengte, ist das noch richtig billig im Vergleich zu den Resorts, dort blättert man für eine Nacht 500€ aufwärts hin.

Am Nachmittag wurde das Wetter schon freundlicher und wir düsten gleich mit dem Roller über die halbe Insel, die nur ca. 7 km lang ist. Echt super, dass der Roller inkludiert ist, denn öffentliche Verkehrsmittel gibt es auf Aitutaki keine. Die Häuser sind viel einfacher als in Rarotonga, fast wie auf den Philippinen kommt es uns vor. Das Geld der Touristen scheint wohl in den Resorts zu bleiben, denn vieles scheint etwas heruntergekommen oder als würde es Wartung benötigen. Mit Helm fährt hier niemand auf der Insel, aber das Verkehrsaufkommen ist überschaubar und die meisten kriechen im Schneckentempo die Straße entlang. Entgegenkommende Einheimische heben oft die Hand zum Gruß oder nicken uns freundlich zu. Die Straße zur höchsten Erhebung der Insel, dem 124 Meter hohen Maunga Pu, war dann ein besserer Traktorweg und ziemlich zugewachsen. Unsere Offlinekarte am Handy war da vielleicht nicht mehr ganz aktuell, einige Straßen und Wege scheinen aufgegeben und der Natur überlassen worden zu sein.

Seegurkensalat auf Rarotonga

Mit dem Flieger von Neuseeland zu den Cook Inseln überquerten wir das erste Mal in unserem Leben die Datumsgrenze und es war plötzlich wieder der 29. April. Fast wie eine Zeitreise, dieser fünfstündige Flug! Wir machten natürlich gleich den Anfängerfehler und hatten die Unterkunft einen Tag zu kurz gebucht, nämlich erst ab 30. April… Gott sei Dank fiel Romana der Fehler noch früh genug in Neuseeland auf und wir konnten noch die Buchung ändern. Die Ankunft am Flughafen auf Rarotonga, der Hauptinsel der Cook Islands, war dann gleich so richtig klischeehaft: Ein beleibter Polynesier im Blumenmeer empfing die Gäste unseres Fliegers mit Ukulelen-Musik in der Ankunftshalle, bei der man sofort in den Anti-Stress-Modus verfällt. Stress gibt es anscheinend hier auf den Inseln sowieso nicht…Ein Taxi brachte uns dann in etwa 20 Minuten zu unserer Unterkunft, die am sogenannten Muri Beach gelegen ist. Schneller als 50 km/h wird grundsätzlich nicht gefahren, und das Überholen von Mopedfahrern wird als unhöflich angesehen. Am Ziel angekommen, empfing uns schon Cathy, unsere herzliche Airbnb Gastgeberin. Es war nicht einfach, so kurzfristig eine halbwegs erschwingliche Unterkunft zu finden, aber es schien, als hätten wir einen echten Glücksgriff gemacht. Cathy hatte uns neben Kokosnüsse auch frische Früchte wie Papaya, Bananen und Drachenfrucht bereitgestellt, ja sogar eine Flasche Weißwein war im Kühlschrank zu finden. Das kleine Häuschen ist nur 20 Meter neben dem Strand gelegen und ist zwar einfach eingerichtet, hat aber alles zu bieten, was wir für eine Woche benötigen, für 65€ pro Nacht einfach perfekt!

Wir wurden dann relativ früh von krähenden Hähnen und Straßenlärm von der Hauptstraße geweckt, die leider nicht weit entfernt ist. Alle Hennen und Gockel sind wildlebend und laufen auf der ganzen Insel frei herum. Anscheinend schlafen sie nachts in den Bäumen und es soll amüsant sein zu sehen, wie sie da raufkommen. Am Vormittag gingen wir gleich das erste Mal schnorcheln bei uns am Strand. Beim Hineingehen musste man schon aufpassen, dass man nicht auf eine Seegurke tritt, so viele lagen da auf dem sandigen Grund der Lagune herum. Ein richtiger „Seegurkensalat“ dachte ich mir. Ansonsten war das Schnorcheln im flachen Wasser der Lagune schon ziemlich toll, auch ganz schön große Brocken von Fischen waren dabei.

Abends gingen wir zum Nachtmarkt, wo wir sogleich das „Ikamata“ ausprobierten, das uns der Taxifahrer empfahl. Ikamata ist eine lokale Delikatesse, bestehend aus rohen Fischfiletstücken in einer Sauce aus Kokosnusscreme, Limettensaft und Zwiebel. Der Geschmack übertraf unsere Erwartungen und der Fisch zerging auf der Zunge! Als Hauptspeise nahmen wir noch bei einem Stand einen Grillteller mit Fleisch, darüber schreiben wir lieber nichts, außer dass man hier in Zukunft vielleicht beim Fisch bleiben sollte…

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