raus aus dem alltag – rein ins abenteuer!

Monat: Juni 2024

In die Falle getappt

Es ist soweit: Das erste Mal seit dem Beginn unserer Reise im Oktober letzten Jahres wurden wir so richtig abgezockt. Was genau uns (und etwa 30 anderen armen Seelen) widerfahren ist, erfährt ihr aber erst nachdem ich meine Erlebnisse vom Anfänger-Surfkurs geschildert habe.

Pünktlich um 09:15 Uhr waren wir bei der kleinen Hütte, vor der einige Surfbretter an der Wand lehnen und die “Surfschule” darstellen soll. Anscheinend war ich der einzige Schüler an diesem Morgen, aber wir wurden überschwänglich empfangen und ein alter Mann ohne Zähne im Mund reichte uns sogleich zwei Wasser in abgepackten Plastikbechern. Der nette alte Mann stellte sich als der Vater vom Surf-Lehrer “Easy” heraus und schien in der schäbigen Hütte zu hausen oder einfach den Tag dort zu verbringen. Die Einführung war kurz, nach ein paar Trockenübungen an Land gingen wir auch schon ins Meer – ich mit einem riesigen Anfängerboard und Easy mit einem kleinem Wendigen.

Die Wellen waren nicht super-groß, gerade perfekt für Anfänger wie mich. Easy erklärte mir, wie man kurz vor der Welle Vollgas mit den Armen paddeln muss, um  etwa die gleiche Geschwindigkeit wie die Welle aufzunehmen. Sobald das Board von der Welle getragen wird, muss man blitzartig auf das Brett mittig raufspringen und Balance halten. Ich wusste schon, dass mir diese Sportart liegen würde, da ich in meiner Jugend sehr gerne Skateboard gefahren bin und man dafür auch ein gutes Gleichgewichtsgefühl in den Füßen braucht.

Manta, Manta

Wie ihr euch sicher schon denken könnt, geht es in diesem Beitrag nicht um den wenig geistreichen Film mit Til Schweiger von 1991, sondern um die Mantarochen, die mit bis zu 5 Meter Spannweite majestätisch durchs Wasser zu fliegen scheinen. Bevor wir aber mit unseren Taucherlebnissen fortfahren, schildern wir noch unsere Ankunft auf Bali. 

Am Flughafen Denpasar wurden uns schon Angebote für günstige Taxis in der Halle der Passkontrolle gemacht, aber richtig lästig wurden sie dann in der Ankunftshalle, da mussten wir schon fast flüchten vor den geschäftstüchtigen Taxlern. Hier in Indonesien funktioniert ja wieder die App “Grab”, die wir schon 2018 in Vietnam verwendet und geliebt haben, um günstige Transporte innerhalb von Minuten zu organisieren. Der Verkehr auf Bali ist ja schon berüchtigt, und unser bestelltes Grab-Taxi schien dann auch einige Minuten in der endlosen Autokolonne vor dem Flughafengebäude festzuhängen. Fast hätte uns ein anderer Taxifahrer davon überzeugt, dass das Taxi erst in einer Stunde bei uns wäre wegen des Staus und wir mit ihm schneller seien. Wir lehnten ab und er stellte sich dann doch als ein Schlitzohr heraus, denn nur kurze Zeit später war unser Taxi dann bei uns. Für die kurze Strecke zu unserer Unterkunft brauchten wir aufgrund des Verkehrs dann über eine Stunde. 

Vielleicht war es doch eine gute Entscheidung, am nächsten Tag direkt nach Nusa Penida, einer kleinen Insel östlich von Bali, weiterzufahren. Da wir noch nichts gegessen hatten, es aber schon 20 Uhr oder so war, gingen wir noch ins nächstbeste Straßenlokal. Dort aßen wir 3 Hauptspeisen (2x Nasi Goreng und 1x Lalapan), bestellten insgesamt 5 Getränke und bezahlten dann unglaubliche 81.000 indonesische Rupien. Das sind umgerechnet nicht mal 5 Euro, so macht das wieder Spaß! 😉

Bitte, bitte halte durch!

Ihr fragt euch sicher, was uns denn jetzt schon wieder passiert ist. Bevor wir euch aber verraten, warum wir schon wieder so einen reißerischen Titel für den Beitrag gewählt haben, sei gesagt, dass es zum Glück nicht um ein Menschenleben ging. Übrigens, die gemeinsame Suche nach einem passenden Titel ist immer das Schwierigste, macht aber irgendwie Spaß. Wir überlegen ja, dass wir als Andenken unserer Reise ein Buch mit den besten Fotos und den Beiträgen als Text gestalten. Wir sehen ja dermaßen viel in recht kurzer Zeit, da hilft uns die Schreiberei und das Aussortieren der Fotos schon beim Verarbeiten des Erlebten.

Die Ortschaft Carnarvon hat nicht mehr viel zu bieten, außer das Space and Technology Museum. Von der Bodenstation hier aus wurden die Gemini und Apollo-Mondmissionen überwacht. Die endlose Fahrt ging weiter Richtung Coral Bay. Unser nächstes interessantes Ziel aber war die Turquoise Bay, die als einer der besten Strände in ganz Australien gilt. Am türkisen Sandstrand braucht man nur ein paar Meter ins Meer hinausschwimmen, dann kann man sich von der Strömung durch das Ningaloo Reef treiben lassen und wunderbar die vorbeiziehende bunte Unterwasserwelt genießen, Drift-Snorkelling nennt sich das. Da waren ganz schön große Brocken an Fische dabei!

Australiens Wilder Westen

Nach dem Kifferdorf-Erlebnis ging es für uns zur Gold Coast, die ihrem Namen alle Ehre macht. Der Gegensatz könnte nicht größer sein – die Wolkenkratzer türmen sich hier direkt neben einem endlos langen, perfekten Mehl-Sandstrand auf. Auch wenn wir Miami in den USA nur aus dem Fernsehen kennen, hier schaut es genau so aus! An der Promenade joggen nur Muskelpakete mit nacktem Oberkörper und man sieht haufenweise perfekt gestylte Modepüppchen mit abstoßenden Schlauchbootlippen. Wir fragen uns zum wiederholten Male, wie man so etwas Unnatürliches nur schön finden kann, aber wir sind halt auch zwei Landeier und ticken da einfach anders.

Auch der Temperaturunterschied zu den besuchten Gegenden der letzten Tage war wieder extrem, wir brauchten auf einmal wieder kurze Hose und Flip-Flops. Ich konnte nicht widerstehen und musste mich dann doch in die perfekten Surfwellen stürzen (angenehme 23°C Wassertemperatur), Romana wollte von Wellen noch nichts wissen…

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