Es ist soweit: Das erste Mal seit dem Beginn unserer Reise im Oktober letzten Jahres wurden wir so richtig abgezockt. Was genau uns (und etwa 30 anderen armen Seelen) widerfahren ist, erfährt ihr aber erst nachdem ich meine Erlebnisse vom Anfänger-Surfkurs geschildert habe.
Pünktlich um 09:15 Uhr waren wir bei der kleinen Hütte, vor der einige Surfbretter an der Wand lehnen und die “Surfschule” darstellen soll. Anscheinend war ich der einzige Schüler an diesem Morgen, aber wir wurden überschwänglich empfangen und ein alter Mann ohne Zähne im Mund reichte uns sogleich zwei Wasser in abgepackten Plastikbechern. Der nette alte Mann stellte sich als der Vater vom Surf-Lehrer “Easy” heraus und schien in der schäbigen Hütte zu hausen oder einfach den Tag dort zu verbringen. Die Einführung war kurz, nach ein paar Trockenübungen an Land gingen wir auch schon ins Meer – ich mit einem riesigen Anfängerboard und Easy mit einem kleinem Wendigen.
Die Wellen waren nicht super-groß, gerade perfekt für Anfänger wie mich. Easy erklärte mir, wie man kurz vor der Welle Vollgas mit den Armen paddeln muss, um etwa die gleiche Geschwindigkeit wie die Welle aufzunehmen. Sobald das Board von der Welle getragen wird, muss man blitzartig auf das Brett mittig raufspringen und Balance halten. Ich wusste schon, dass mir diese Sportart liegen würde, da ich in meiner Jugend sehr gerne Skateboard gefahren bin und man dafür auch ein gutes Gleichgewichtsgefühl in den Füßen braucht.