Im sonnigen und heißen Acapulco angekommen, sahen wir auch schon die für die bekannte Urlaubsstadt so typischen alten, blau-weißen Taxis. Viele davon sind VW Käfer, die hier in Mexiko produziert wurden. Leider sind sehr viele davon schon in einem bedenklichen Zustand und in nicht allzu langer Zeit werden sie wohl gänzlich vom Stadtbild verschwinden. Trotzdem wollen wir uns unbedingt einmal mit einem “Vocho” kutschieren lassen, wie die charmanten Käfer-Taxis hier genannt werden. Die praktischen Taxi-Apps Uber und DiDi funktionieren hier nicht, die Taxifahrer-Lobby ist zu stark und blockiert die Einführung – anscheinend ist jedes vierte Auto hier in Acapulco ein Taxi!
Bevor wir uns aber in die Unterkunft fahren ließen, machten wir noch mit Sack und Pack einen Abstecher zum Strand, an dem Volksfeststimmung herrschte – der Sonntag wird augenscheinlich bei den Einheimischen mit dem ganzen Familienclan im Strandrestaurant verbracht. Auch wir stillten dort unseren Hunger und Durst mit Corona-Bier, ausgezeichnetem Ceviche und Shrimps. Eine Wohltat nach der 6-stündigen Busfahrt! Ebenso wie unsere Unterkunft, ein sehr schön eingerichtetes und geräumiges Appartement mit tollem Ausblick für 40€ pro Nacht.
Auffällig war die extreme Polizeipräsenz in der Stadt, an der Hauptstraße verging keine Minute, an der nicht mind. ein vollbesetzter Jeep oder Bus mit schwerst bewaffneten Polizisten vorbeifuhr. Auch am Strand oder an öffentlichen Plätzen patroullierten Sicherheitskräfte regelmäßig. Wir hatten schon im Vorfeld gehört, dass die Sicherheitslage in Acapulco und im ganzen Bundesstaat Guerrero nicht die beste sei, für Touristen aber ungefährlich. Stark dazu beigetragen hat der Hurrikan “Otis”, der im Oktober 2023 für verheerende Schäden gesorgt hat. Viele Hotels wurden komplett zerstört und der weggebrochene Tourismus als wichtigste Einnahmequelle ist erst wieder ganz am Beginn.
Gewisse Gebiete in Mexiko sollte man im Moment komplett vermeiden, wie zum Beispiel den Bundesstaat Sinaloa. Dort herrscht Krieg zwischen den Drogenkartellen, bei dem leider auch die normale Bevölkerung zwischen die Fronten gerät. Wie wir von mexikanischen Freunden gehört haben, betet man in Culiacán zum Abschied für den jeweils anderen, da es ungewiss ist, ob man sich jemals wieder sieht 😯