Für unsere letzte Woche in Neuseeland hatten wir nochmal ein Traumwetter – meist wolkenlos! Am türkisblauen Lake Tekapo noch eine kleine Wanderung, bevor es nach Timaru ins Schwimmbad ging. Am darauffolgenden Tag entschieden wir uns aufgrund des herrlichen Wetters, nochmal ins Landesinnere in die Berge zu fahren, genauer gesagt zum Herr-der-Ringe-Drehort für Edoras und Helms Klamm. Die Fahrt dorthin führt über eine ewig lange Schotterstraße, vorbei an nur noch vereinzelten Farmen. Eine kurze Wanderung bringt einen auf den Mount Sunday, der so heißt, weil sich dort früher immer sonntags die umliegenden Farmer getroffen haben. Die Aussicht in die unbewohnten Täler ist wirklich spektakulär. Wir übernachteten einfach auf dem Wander-Parkplatz, und am nächsten Morgen ließen wir uns ein Frühstück im wohl abgelegensten (und komplett autarken) Café Neuseelands schmecken, der Mt. Potts Lodge. Nach sehr kalorienreichen Eggs Benedict und Pancakes brauchten wir einen Verdauungsspaziergang, weshalb wir den Lake Clearwater in 2,5h umrundeten. Ursprünglich wollten wir zwar einen Gipfel besteigen, aber irgendwie fehlte uns dann die Motivation, wohl ausgelöst durch maßloser morgendlicher Völlerei.
Schlagwort: Weiterreise
Wie im letzten Beitrag schon angekündigt, schafften wir es nach Moalboal, indem wir von Anda mit sage und schreibe 3 Tricycles, einem Bus, einem Van, einer Fähre und einem Taxi fahren mussten. Gedauert hat der „Spaß“ eh nur fast 12h, da wir alle Anschlüsse super erwischten. Am nächsten Morgen ging es sogleich zum Strand, um mit den Sardinen um die Wette zu schwimmen. Auf dem Hinweg versuchen bereits viele Verkäufer uns eine überteuerte Schnorchelausrüstung zu verleihen, wir haben zum Glück ein Set dabei. Am Strand bietet uns dann ein französisches Pärchen an, dass wir von ihnen ein zweites leihen können, was wir dankend annehmen! Nur etwa 50m vom Ufer fällt das Korallenriff ab, und dort ziehen riesige Sardinenschwärme vorbei. Wenn man sich beim Abtauchen nähert, ändert sich die Schwarm-Formation nach einer ganz eigenen Dynamik. Es ist schon ein einmaliges Erlebnis, mitten durch so einen Schwarm von abertausenden Fischen durchzutauchen! Aber es kommt noch besser: eine Meeresschildkröte schwimmt vorbei, wir kommen ihr fast zum Angreifen nah. Wir „verfolgen“ sie einige Minuten, es scheint sie überhaupt nicht zu stören… Toll!
Wieder mal war der Bus die günstigste Variante, um vom Kawaguchiko nach Tokio zu kommen. Coolerweise war die Endstation genau bei der berühmten Shibuya-Kreuzung, welche wir uns ohnehin anschauen wollten. Diese wird auch Alle-Gehen-Kreuzung oder Scramble-Crossing genannt, da hier im Schnitt 3000 Personen bei Grün gleichzeitig die Straße überqueren, und mit bis zu 500.000 Personen an einem Wochentag eine der am stärksten frequentierten Kreuzungen weltweit ist! Vom Bahnhofsgebäude aus kann man dem Spektakel gut zuschauen, aber wir sind dann auch ein paar mal über die Kreuzung gegangen. Das war wesentlich unspektakulärer, da es gar nicht so auffällt, wenn man sich mit der Masse mitbewegt…