Die Wettervorhersage für die berühmten Pancake Rocks („Pfannkuchen-Felsen“) war für den nächsten Tag so schlecht, dass wir uns beeilten, noch am gleichen Abend dort vorbeizufahren. Die Entfernung dorthin von der Stadt Greymouth sind eh nur knapp 50 Kilometer durch Niemandsland an der Küste, also quasi ein Katzensprung in Neuseeland. Die Fahrt lohnte sich – die geschichteten Gesteins-Türme, deren Entstehung wissenschaftlich noch nicht geklärt ist, erinnern wirklich an gestapelte Palatschinken. Das Geräusch, wenn die Wellen in die unterhölten Felsformationen donnern, klingt wie eine gedämpfte Explosion oder eine Lawinensprengung. Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem kurzen Rundweg waren die „Haare der Riesenmeerjungfrauen“: Sogenanntes Bull Kelp (eine bis zu 40m lange Algenart) schwimmt auf der Wasseroberfläche, und die Wellenbewegungen lassen die Seetang-Bündel wirklich wie schwimmendes Kopfhaar aussehen.
Am nächsten Tag stand die Hokitika Schlucht an, die normalerweise aufgrund des türkisen Wassers bei den Touristen Entzücken auslöst. Aufgrund des starken Regens in der Nacht hatte das Bachwasser bei uns dafür eine schön braune Farbe 😉 In ganz Neuseeland, aber speziell hier in der Gegend von Hokitika, gibt es sehr viel Greenstone (Jade), der in der Maorikultur sehr geschätzt wird. Wir besuchten eine der vielen Greenstone-Schmuckmanufakturen in Hokitika, aber wie so viele kleinere Ortschaften in Neuseeland wirkte auch diese ziemlich verlassen und als hätte sie die beste Zeit schon hinter sich.