raus aus dem alltag – rein ins abenteuer!

Schlagwort: Sigrid

Pinguin-Alarm!

Wir sind dem Südpol sogar noch 7 km näher gekommen als in Bluff, nämlich am südlichsten Punkt der Südinsel, dem Slope Point (nur noch 4803 km 😉). Von dort ging es zur Curio Bay, die einerseits für den „Versteinerten Wald“ und andererseits für eine Kolonie der seltensten Pinguinart, den Gelbaugenpinguinen, bekannt ist. Nachdem wir leider keine Exemplare davon am Strand entdecken konnten, begeisterten uns dafür die versteinerten Baumstämme. Durch eine Ascheschicht eines Vulkanausbruchs und einen Prozess namens Verkieselung wurden hier ganze Bäume zu Stein, man kann sogar die Jahresringe auf den Überbleibseln am Strand sehen! Sehr interessant das Ganze, wieder was dazugelernt!

Nach einem Abstecher zum McLean Wasserfall, der aufgrund der vergangenen Regentage total braun ging, fuhren wir zu einem abgelegenen DOC Campingplatz am Catlins River. Das Department of Conservation ist quasi das Umwelt- oder Naturschutzministerium in Neuseeland und unterhält unter anderem Nationalparks, historische Plätze, Wanderwege, Hütten und eben auch viele (einfache) Campingplätze. Die meisten davon haben nur ein Plumpsklo und kosten 10 oder 15$ pro Person pro Nacht, was für hiesige Verhältnisse recht wenig ist, aber einige sind auch gratis!

Zum Abendessen gab es diesmal nur eine Fertigsuppe mit Knoblauchbrot. Als wir zum Zähneputzen nochmals ausstiegen war es schon stockdunkel. Plötzlich „galoppierte“ etwas von hinten auf Romana zu, welche sich erschrocken umdrehte. Als das Licht der Stirnlampe auf das angreifende Tier fiel, änderte dies seinen Kurs und zischte Richtung Wald davon. Wir sahen nur noch eine dicke, graue Fellkugel davonhüpfen…. Wahrscheinlich ein fettes Possum, wie die unbeliebten, eingeschleppten Beutelratten hier heißen. Das Possum hat sich wahrscheinlich noch mehr erschrocken als wir, sobald es in seinem Sturmlauf uns als Menschen erkannt hat! Wir lachten noch eine ganze Weile darüber, vor allem wegen dem lauten Getrappel, das auch von einem Pony oder Schaf hätte sein können 😂

Die ersten Nächte mit Sigrid

Nach nur ein paar Stunden Aufenthalt in Sydney/Australien kamen wir endlich in Auckland, der Hauptstadt von Neuseeland (danke Sophia für den Hinweis – Auckland ist zwar die größte, aber natürlich nicht die Hauptstadt, das ist Wellington), an. Unser Plan: Ein Auto kaufen, in dem wir für etwa 2 Monate schlafen und leben werden, während wir die Nord- und Südinsel von Neuseeland erkunden. Das machen viele Reisende hier so, denn es gibt unzählige Camping-Plätze, die teilweise sehr einfach, aber dafür sogar gratis oder sehr billig sind. Das Fahrzeug sollte unbedingt „Self-Contained“ zertifiziert sein, also dass man mind. 3 Tage ohne externe Infrastruktur auskommt. Das heißt, man hat genügend Frischwasser an Bord, einen Abwassertank und eine (portable) Toilette. Ohne diese Zertifizierung ist „Freedom Camping“, also das Wildcampieren, nicht erlaubt und man darf an ganz vielen schönen Plätzen nicht übernachten. Die Regeln wurden aufgrund des Andrangs der letzten Jahre immer wieder verschärft, kürzlich wurde eingeführt, dass alle self-contained Fahrzeuge ein fix eingebautes WC haben müssen.

Am Ende unseres Neuseeland-Trips soll das Auto wieder verkauft werden, hoffentlich zu einem Preis nicht weit weg vom Kaufpreis. Manche hatten schon Glück und konnten einen „Campervan“, wie die umgebauten Kleinbusse heißen, mit einem Gewinn am Ende der Reise verkaufen. Das hängt in Neuseeland aber stark von der Saison ab, in der Hauptsaison von November bis Jänner sind die Preise sehr hoch und Campervans schwierig zu bekommen. Wir hatten ja schon im Vorfeld über Facebook-Gruppen Kontakt mit diversen Verkäufern aufgenommen und Besichtigungstermine ausgemacht. So trafen wir uns am 20. Februar direkt nach Ankunft in Auckland am Flughafengelände mit einem französischem Pärchen und sie zeigten uns einen Nissan Elgrand Baujahr 2005, der schon recht vielversprechend war. Eine Probefahrt durfte natürlich auch nicht fehlen, leider war der Verkehr rund um den Flughafen sehr stark. Wir sagten aber noch nicht fix zu, denn für den kommenden Tag war noch eine Besichtigung mit einem jungen deutschen Paar vereinbart, ebenfalls ein Nissan, aber Modell Serena und Baujahr 2012. Uns war wichtig, dass unser zukünftiges Auto wenig Kilometer auf dem Hodometer hat und nicht zu alt ist, zumindest unter 200.000 km sollten es sein, denn es fahren genügend alte Schüsseln mit über 600.000 km auf Neuseelands Straßen! Aber beide Nissans haben nur etwa 150.000 km, also das passt schon mal.

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