Wir werden ja ziemlich oft gefragt, woher wir kommen. Nicht selten halten uns die Leute dann für ein australisches Pärchen, wenn wir mit „We are from Austria“ antworten. Speziell in Japan, auf den Philippinen und in Laos sagten wir dann immer schon „Austria, in Europe“ dazu, was aber auch nicht immer half – Österreich ist einfach eine zu kleine Nummer 😉 Interessanterweise haben wir einige Neuseeländer mit Bezug zu Österreich/Tirol kennengelernt und auch hier bei den Australiern scheint Österreich ein begehrtes Reiseziel zu sein, wie wir in mehreren Smalltalks erfahren haben. Für uns stand Australien ursprünglich gar nicht auf unserer Länder-To-Do-Liste, aber im Laufe der letzten Monate dachten wir uns, dass wir den roten Kontinent wohl doch nicht so einfach auslassen können, wenn wir schon so nahe sind. Und da sind wir – letzten Mittwoch in Sydney gelandet, vom Flughafen mit einem Taxi direkt zum Campervan-Vermieter und los ging’s!
Das Modell ist ein Toyota Estima, ein ähnlich großes Auto wie unser Nissan Serena in Neuseeland.
Schlagwort: Sydney
Nach nur ein paar Stunden Aufenthalt in Sydney/Australien kamen wir endlich in Auckland, der Hauptstadt von Neuseeland (danke Sophia für den Hinweis – Auckland ist zwar die größte, aber natürlich nicht die Hauptstadt, das ist Wellington), an. Unser Plan: Ein Auto kaufen, in dem wir für etwa 2 Monate schlafen und leben werden, während wir die Nord- und Südinsel von Neuseeland erkunden. Das machen viele Reisende hier so, denn es gibt unzählige Camping-Plätze, die teilweise sehr einfach, aber dafür sogar gratis oder sehr billig sind. Das Fahrzeug sollte unbedingt „Self-Contained“ zertifiziert sein, also dass man mind. 3 Tage ohne externe Infrastruktur auskommt. Das heißt, man hat genügend Frischwasser an Bord, einen Abwassertank und eine (portable) Toilette. Ohne diese Zertifizierung ist „Freedom Camping“, also das Wildcampieren, nicht erlaubt und man darf an ganz vielen schönen Plätzen nicht übernachten. Die Regeln wurden aufgrund des Andrangs der letzten Jahre immer wieder verschärft, kürzlich wurde eingeführt, dass alle self-contained Fahrzeuge ein fix eingebautes WC haben müssen.
Am Ende unseres Neuseeland-Trips soll das Auto wieder verkauft werden, hoffentlich zu einem Preis nicht weit weg vom Kaufpreis. Manche hatten schon Glück und konnten einen „Campervan“, wie die umgebauten Kleinbusse heißen, mit einem Gewinn am Ende der Reise verkaufen. Das hängt in Neuseeland aber stark von der Saison ab, in der Hauptsaison von November bis Jänner sind die Preise sehr hoch und Campervans schwierig zu bekommen. Wir hatten ja schon im Vorfeld über Facebook-Gruppen Kontakt mit diversen Verkäufern aufgenommen und Besichtigungstermine ausgemacht. So trafen wir uns am 20. Februar direkt nach Ankunft in Auckland am Flughafengelände mit einem französischem Pärchen und sie zeigten uns einen Nissan Elgrand Baujahr 2005, der schon recht vielversprechend war. Eine Probefahrt durfte natürlich auch nicht fehlen, leider war der Verkehr rund um den Flughafen sehr stark. Wir sagten aber noch nicht fix zu, denn für den kommenden Tag war noch eine Besichtigung mit einem jungen deutschen Paar vereinbart, ebenfalls ein Nissan, aber Modell Serena und Baujahr 2012. Uns war wichtig, dass unser zukünftiges Auto wenig Kilometer auf dem Hodometer hat und nicht zu alt ist, zumindest unter 200.000 km sollten es sein, denn es fahren genügend alte Schüsseln mit über 600.000 km auf Neuseelands Straßen! Aber beide Nissans haben nur etwa 150.000 km, also das passt schon mal.