Äääh, oder wie war das nochmal? Vor lauter vielen Eindrücken in den Metropolen Athen und Singapur bringen wir schon alles durcheinander! Natürlich haben wir die Akropolis von Athen besucht und verbrachten vier Nächte in Singapur, einem der reichsten und fortschrittlichsten Länder der Welt.
In der Hauptstadt Griechenlands buchten wir zwei Nächte, damit wir einen vollen Tag hatten, um uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. In der Früh gingen wir gleich auf den Zentralmarkt, da dieser direkt vor unserer Tür war. Da ging es ziemlich sauber her, im Vergleich zu den Märkten in Laos… Danach machten wir uns auf zur wichtigsten Attraktion in Athen, der Akropolis. Wir dachten uns, dass im Winter sicher nicht viel los sein würde, aber ab ca. 11:00 ging es dann schon ziemlich rund mit den Leuten. Die Jahrtausende alten Gemäuer, Theater und Säulen schauen schon imposant aus, auch wenn vieles davon natürlich mehrmals rekonstruiert wurde. Die Aussicht über die Stadt ist auch gewaltig!
Nachmittags schauten wir uns die Wachablöse am Grab des unbekannten Soldaten an und schmunzelten über die übertrieben langsamen Bewegungen der Soldaten und die Quietschgeräusche deren genagelter Schuhe. Wir dachten uns ein bisschen Kultur muss sein, weshalb wir uns motiviert in das archäologische Nationalmuseum stürzten. Nach einiger Zeit waren die unzähligen Götterstatuen, Goldartefakte und Vasen dann doch ermüdend. Abends gab es leckere Seafood-Pasta in einem zugigen Lokal.
Vor dem Flug nach Singapur wanderten wir noch auf den Lykabettus-Stadtberg, von dem man eine unglaubliche Sicht in alle Richtungen auf die endlosen Weiten der Stadt hat. Die weiß-grauen Häuser reichen soweit das Auge reicht, riesige Wolkenkratzer findet man vergeblich.











Den 11 Stunden Flug nach Singapur haben wir bei Scoot gebucht, einer Billig-Schwester der Singapore Airlines. Da ist wirklich gar nichts mehr inklusive, nicht mal ein Wasser – da wir unsere Wasserflaschen nach dem Security-Check immer nochmal füllen, war das nicht so schlimm, aber dass es nicht einmal einen Bildschirm zum Filmschauen gibt, ist auch ungewöhnlich… Unglaublich bei der langen Flugzeit. Zum Glück konnten wir dann etwas schlafen…
Beim weltberühmten Changi Airport (mehrfach als bester Flughafen ausgezeichnet) angekommen, wollten wir uns diesen ursprünglich den ganzen Tag lang anschauen, aber leider mussten wir die Transitzone verlassen, um das Gepäck abzuholen, und in den Transitbereich (Bereich nach der Passkontrolle durch die Behörde) kommt man nicht mehr zurück ohne aktuellem Flugticket. Eine Attraktion wäre natürlich der Outdoor-Pool gewesen, von dem man die Flieger auf der Rollbahn beobachten und an der Poolbar genüsslich ein Einstimmungsbierchen trinken kann, aber dieser befindet sich eben im Transitbereich. Aber auch im öffentlichen Bereich gibt es allerhand anzuschauen, vor allem im „Jewel“ Gebäude, in dem ein riesiger Wasserfall vom Dach stürzt. Weiters gibt es tolle Kunstinstallationen, einen Schmetterlingsgarten, eine Rutsche, einen Kakteengarten und noch viel mehr. Die hunderten Shopping-Möglichkeiten interessierten uns weniger.
Die U-Bahn wird hier MRT genannt, also Mass Rapid Transport. Die MRT brachte uns in kurzer Zeit zu unserem Kapsel-Hostel, wo wir am frühen Nachmittag eincheckten. In unserem klimatisierten Zimmer waren 4 geräumige Doppel-Kapseln und wir mussten uns nach dem langen Flug erstmal kultivieren und ausrasten. Abends gingen wir das erste Mal in ein sogenanntes „Hawker-Center“ zum Essen, da dies die weitaus günstigste Variante ist und auch die Singapurer mehrmals täglich diese Foodcourts besuchen. Das sind Gebäude, in denen ganz viele Street-Food-Stände nebeneinander untergebracht sind. Man kann sich überall hinsitzen wo frei ist, die Tische und Stühle werden von allen Essensständen geteilt. Die billigsten Mahlzeiten wie Chickenrice starten bei etwa 4 SGD (Singapur-Dollar), umgerechnet 2,70€. Wir tranken meist selbstgemachten Lemon-Juice dazu, Bier und Alkohol generell ist sehr teuer hier.
Wir gingen früh schlafen und dachten uns, dass wir schon ohne Wecker munter werden würden… Dem war nicht so. Beim nächste Mal als ich auf die Uhr schaute, war es bereits 11:00 Uhr vormittags… uuups! Der Jetlag hat sich doch bemerkbar gemacht, wir hatten uns eigentlich viel vorgenommen für den ersten Tag. Wir machten dann doch noch die Wanderung durch die Southern Ridges und waren erstaunt, wie perfekt alles angelegt ist in Singapur. Absolutes Dschungelfeeling im Wald mitten in der Großstadt. Nach einem ziemlich scharfen indischen Essen beim bekanntesten und überfüllten Hawker-Center „Lau Pa Sat“ eilten wir zur Lichtshow bei den riesigen künstlichen Bäumen namens „Supertree Grove“ und kamen gerade noch pünktlich an. Diese war dann relativ kurz und nix besonderes. Eine weitere Lightshow gibt es täglich vor dem Marina Bay Sands Gebäude, dem monströsen Hotel mit dem „Schiff“ drauf. Die Show sollte an diesem Abend ausnahmsweise um 21:30 Uhr sein, wir waren bereits um kurz vor 21:00 da und fragten uns, ob es normal ist, dass sich tausende Menschen täglich hier versammeln. Um Punkt 9 erfuhren wir den Grund der Menschenmassen, eine unglaublich spektakuläre Drohnenshow mit über 1500 Drohnen startete. Viel besser als klassisches Feuerwerk, und auch umweltschonender! Das Highlight war dann der mehrere hundert Meter große Drache, da ja gerade das chinesische Neujahr gefeiert wird und das Jahr des Drachens beginnt. In Singapur sind die meisten Leute chinesischer, indischer oder malayischer Abstammung, und das interessante ist, wie diese unterschiedlichen Kulturen und Religionen schon so lange friedlich zusammenleben auf kleinstem Raum.
Schlafen konnten wir in unserer Koje halbwegs gut, obwohl immer erst nach Mitternacht wirklich Ruhe einkehrte im Raum. Am nächsten Tag fuhren wir zum botanischen Garten und schlenderten dort einige Stunden umher, da dieser wieder außerordentlich groß ist und es auch viel zum Anschauen gibt, es laufen zum Beispiel malayische Warane und Otter in freier Wildbahn herum, wobei wir nur erstere sahen. Danach ging es nach China-Town, wo in der Pagoda-Street eine Moschee neben dem hinduistischen Tempel neben dem buddhistischen Tempel liegt. Abends gingen wir zur Helix-Bridge, die wie die menschliche DNA konstruiert ist und zum Stadtwahrzeichen dem „Merlion“. Alles in allem einfach nur eine gigantische Stadt, es kommt einem vor, als wissen sie nicht mehr wohin mit dem Geld.
Am vorletzten Abend kamen wir auf die Idee, für den letzten Tag bei einer Free-Walking-Tour mitzumachen, wie wir es schon in Japan taten. Wir ergatterten die letzten Plätze! Die Führung war ganz OK, aber wir gingen wieder durch China-Town, was wir ja bereits gesehen hatten. Dafür war Little India und das muslimische Viertel Kampong Glam auch interessant, und wir konnten sogar einen lokalen „Teh Halia“ kosten, einen Tee mit süßer Kondensmilch und Ingwer. Obwohl wir beide Ingwer eher meiden, war dieser wirklich nicht schlecht!
Zusammenfassend können nur jedem empfehlen diese hochmoderne Metropole auch anzuschauen, und wir finden 3-4 Tage sind perfekt, um Singapur zu erkunden!























Petra
Einfach unglaublich schön und interessant!!
Toni
Wahnsinn diese Dimensionen
Maria
Spitze!!!