raus aus dem alltag – rein ins abenteuer!

Autor: Patrick Seite 4 von 5

Die ersten Nächte mit Sigrid

Nach nur ein paar Stunden Aufenthalt in Sydney/Australien kamen wir endlich in Auckland, der Hauptstadt von Neuseeland (danke Sophia für den Hinweis – Auckland ist zwar die größte, aber natürlich nicht die Hauptstadt, das ist Wellington), an. Unser Plan: Ein Auto kaufen, in dem wir für etwa 2 Monate schlafen und leben werden, während wir die Nord- und Südinsel von Neuseeland erkunden. Das machen viele Reisende hier so, denn es gibt unzählige Camping-Plätze, die teilweise sehr einfach, aber dafür sogar gratis oder sehr billig sind. Das Fahrzeug sollte unbedingt „Self-Contained“ zertifiziert sein, also dass man mind. 3 Tage ohne externe Infrastruktur auskommt. Das heißt, man hat genügend Frischwasser an Bord, einen Abwassertank und eine (portable) Toilette. Ohne diese Zertifizierung ist „Freedom Camping“, also das Wildcampieren, nicht erlaubt und man darf an ganz vielen schönen Plätzen nicht übernachten. Die Regeln wurden aufgrund des Andrangs der letzten Jahre immer wieder verschärft, kürzlich wurde eingeführt, dass alle self-contained Fahrzeuge ein fix eingebautes WC haben müssen.

Am Ende unseres Neuseeland-Trips soll das Auto wieder verkauft werden, hoffentlich zu einem Preis nicht weit weg vom Kaufpreis. Manche hatten schon Glück und konnten einen „Campervan“, wie die umgebauten Kleinbusse heißen, mit einem Gewinn am Ende der Reise verkaufen. Das hängt in Neuseeland aber stark von der Saison ab, in der Hauptsaison von November bis Jänner sind die Preise sehr hoch und Campervans schwierig zu bekommen. Wir hatten ja schon im Vorfeld über Facebook-Gruppen Kontakt mit diversen Verkäufern aufgenommen und Besichtigungstermine ausgemacht. So trafen wir uns am 20. Februar direkt nach Ankunft in Auckland am Flughafengelände mit einem französischem Pärchen und sie zeigten uns einen Nissan Elgrand Baujahr 2005, der schon recht vielversprechend war. Eine Probefahrt durfte natürlich auch nicht fehlen, leider war der Verkehr rund um den Flughafen sehr stark. Wir sagten aber noch nicht fix zu, denn für den kommenden Tag war noch eine Besichtigung mit einem jungen deutschen Paar vereinbart, ebenfalls ein Nissan, aber Modell Serena und Baujahr 2012. Uns war wichtig, dass unser zukünftiges Auto wenig Kilometer auf dem Hodometer hat und nicht zu alt ist, zumindest unter 200.000 km sollten es sein, denn es fahren genügend alte Schüsseln mit über 600.000 km auf Neuseelands Straßen! Aber beide Nissans haben nur etwa 150.000 km, also das passt schon mal.

Die Akropolis von Singapur

Äääh, oder wie war das nochmal? Vor lauter vielen Eindrücken in den Metropolen Athen und Singapur bringen wir schon alles durcheinander! Natürlich haben wir die Akropolis von Athen besucht und verbrachten vier Nächte in Singapur, einem der reichsten und fortschrittlichsten Länder der Welt.

In der Hauptstadt Griechenlands buchten wir zwei Nächte, damit wir einen vollen Tag hatten, um uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. In der Früh gingen wir gleich auf den Zentralmarkt, da dieser direkt vor unserer Tür war. Da ging es ziemlich sauber her, im Vergleich zu den Märkten in Laos… Danach machten wir uns auf zur wichtigsten Attraktion in Athen, der Akropolis. Wir dachten uns, dass im Winter sicher nicht viel los sein würde, aber ab ca. 11:00 ging es dann schon ziemlich rund mit den Leuten. Die Jahrtausende alten Gemäuer, Theater und Säulen schauen schon imposant aus, auch wenn vieles davon natürlich mehrmals rekonstruiert wurde. Die Aussicht über die Stadt ist auch gewaltig!

Nachmittags schauten wir uns die Wachablöse am Grab des unbekannten Soldaten an und schmunzelten über die übertrieben langsamen Bewegungen der Soldaten und die Quietschgeräusche deren genagelter Schuhe. Wir dachten uns ein bisschen Kultur muss sein, weshalb wir uns motiviert in das archäologische Nationalmuseum stürzten. Nach einiger Zeit waren die unzähligen Götterstatuen, Goldartefakte und Vasen dann doch ermüdend. Abends gab es leckere Seafood-Pasta in einem zugigen Lokal.

Vor dem Flug nach Singapur wanderten wir noch auf den Lykabettus-Stadtberg, von dem man eine unglaubliche Sicht in alle Richtungen auf die endlosen Weiten der Stadt hat. Die weiß-grauen Häuser reichen soweit das Auge reicht, riesige Wolkenkratzer findet man vergeblich.

Das war Heimaturlaub Nummer 1

Es geht wieder weiter! Wir sind gut in Athen gelandet, wo wir morgen den ganzen Tag haben, um uns die Highlights der griechischen Hauptstadt anzusehen. Aber vorher ein kurzer Rückblick der letzten zweieinhalb Wochen, was wir so alles während unseres ersten Heimaturlaubes erlebt haben.

Am 25. Jänner sind wir früh morgens in München angekommen. Bei der Gepäckausgabe warteten wir dann vergeblich auf unsere Rucksäcke, die sind bei unserem kurzen Zwischenstop in Peking hängen geblieben… Die nette Dame vom Lost+Found Schalter konnte uns dann in wenigen Minuten helfen und versicherte uns, dass das Gepäck in den nächsten Tagen zu uns nach Hause geliefert werden würde. Wir staunten nicht schlecht, als dann schon am nächsten Abend unsere Rucksäcke vor der Haustür lagen.

Unsere erste Tat im Heimatland war, ein gutes Schwarz- und Vollkornbrot zu kaufen. Und nach 3 Monaten ohne gutem Brot schmeckte es wirklich himmlisch, auch wenn wir es während unserer bisherigen Reise gar nicht so arg vermissten, da wir ja überall ausgezeichnet gegessen haben.

Ein Treffen mit Peter Pan und Captain Hook

Die Ankunft bei den 4000 Islands, die ganz im Süden Laos an der Grenze zu Kambodscha liegen, gestaltete sich als Geduldsprobe. Unsere Unterkunft liegt auf der Mekong-Insel mit dem Namen „Don Khon“, was wir dem Tuk-Tuk-Fahrer auch so sagten. Als wir dann schon in die falsche Richtung losfuhren, zeigten wir dem Fahrer nochmal die Karte auf dem Smartphone, damit er ja nicht zur ähnlich klingenden Insel „Don Khong“ fährt… Er fuhr trotz unserer Einwände („Not Don Khong!“) unbeirrt weiter und wir dachten, dass er uns einfach zur etwas außerhalb gelegenen Fähr-Stelle bringt. Nach 10min Fahrt waren wir uns sicher, dass er immer die falsche Insel verstand. Wir übersetzten den Text „Don Khon“ mit dem Google-Übersetzer nach Lao, zeigten es unserem Fahrer, welcher dann lachend „Aaaahhh, Don Quuaaaan“ sagte und umdrehte 😁 Tja, wieder was gelernt: Es ist immer besser, den Laoten den Zielort in ihrer Schrift zu zeigen, da die meisten logischerweise unsere Schriftzeichen nicht lesen können und wir Vieles falsch aussprechen. Auch mit Karten auf dem Handy können die meisten nichts anfangen, oft fehlt einfach die Bildung und logisches Denken. Egal, Hauptsache wir sind zur „Fähre“ gekommen. Die Fährboote sind wieder die schmalen, kippeligen Holzdinger mit laut knatterndem Motor.

Looping the Loop

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht – schon wieder ist fast eine Woche vergangen seit dem letzten Blog-Post. Die letzten 4 Tage verbrachten wir damit, den bekannten Thakhek Motorrad-Loop zu fahren, aber eins nach dem anderen.

Nachdem wir spätabends am Busterminal in Thakhek angekommen sind, mussten wir uns, wie alle anderen vom Bus auch, noch ein teures Tuk-Tuk (50000 Kip p.P.) bis zur Unterkunft nehmen, da die Bushaltestellen immer weit außerhalb vom Zentrum liegen. Die Tuk-Tuks wurden mit den Leuten aus dem Bus vollgestopft, die vielen Rucksäcke und das Gepäck noch hinten drauf geschnallt, bis kein Millimeter mehr frei war. Gottseidank hatte das Restaurant von unserem Guesthouse noch geöffnet, denn wir hatten noch nichts gegessen den ganzen Tag und es war schon etwa 21:30. Die Lokale in Laos schließen eher früh, und nur wenige haben die Genehmigung, länger als 23:00 offen zu haben.

Wir gönnten uns einen Ruhetag in der ca. 40.000 Einwohner zählenden Stadt Thakhek, welche nicht wirklich schön, aber der Ausgangspunkt zur gleichnamigen Motorrad-Runde ist. Außer ein paar im Kolonialstil erbaute alte Häuser gibt es hier nicht viel Sehenswertes. Die Stadt liegt direkt am Mekong und man sieht immer auf die thailändische Seite. Der Sonnenuntergang wäre hier wirklich wunderbar, wenn nicht das komplette Ufer zugemüllt wäre…

Oh my Buddha!

Im von Bergen umgebenen Nong Khiaw angekommen, gingen wir ins erstbeste Restaurant, und wurden wieder einmal nicht enttäuscht. „Mr. Wan“ servierte uns riesige Portionen und erklärte uns, dass das Lokal erst vor einem Monat eröffnet wurde und wie dankbar er für jeden Kunden ist. Seine Mama kocht und seine Schwester wäscht ab. Dass die ganze Familie zusammenhilft und im gleichen Betrieb arbeitet, ist hier in Laos fast überall so. Danach ging es ins Guesthouse, das wir über booking.com gebucht hatten, hier in den abgelegenen Orten sind aber längst noch nicht alle Unterkünfte online buchbar. Dort empfingen uns nur die Kinder, welche uns auch „eincheckten“ und das Zimmer zeigten.

Am nächsten Tag hatten wir uns einmal nichts vorgenommen. Gemütliches Frühstücken und durch das Dorf durchbummeln war die Devise und wir wurden, kaum dass wir aus unserer Unterkunft herauskamen, sogleich von den schon stark angetrunkenen Männern aus der Nachbarschaft eingeladen und herangewunken, ein Bier mit ihnen zu trinken… Wer kann da nein sagen?

Zweimal Ecstasy, bitte!

Happy New Year 2024! Wir wünschen allen Lesern ein gutes neues Jahr mit viel Glück, Gesundheit und tollen Reisen 😉!

Die Weihnachtsfeiertage ließen wir ruhiger angehen und gönnten uns (für Laoten) unbezahlbar teure Abendessen in gehobenen Restaurants für über 1 Million Kip, also 45€. Wir kamen aber nicht drum herum, uns den bekannten Buddha-Park außerhalb von Vientiane anzuschauen, welchen wir nach einer einstündigen Busfahrt auch erreichten. Hunderte Buddha-Statuen in allen Größen und Erscheinungsformen sind hier zu bewundern.

Zu unserem nächsten Ziel, der Partystadt Vang Vieng, brachte uns ein Minivan, den wir online buchten. Fast alle Transporte können aber entweder im Hotel oder bei den vielzähligen Touranbietern gebucht werden. Zwischen Vientiane und Vang Vieng gibt es seit 3 Jahren eine Autobahn, die erste überhaupt in Laos. Gebaut wird diese, wie so vieles aktuell auf der ganzen Welt, von den Chinesen. Auch neue Brücken, Dämme und Zugstrecken sind hier in chinesischer Hand, was langfristig sicherlich kritisch zu betrachten ist, aber auch aufzeigt, dass Laos allein noch nicht imstande ist, moderne Infrastruktur zu bauen. Vang Vieng wurde als wildeste Partymeile mit extremen Drogenkonsum in ganz Südostasien bekannt und zog tausende Hippies und Backpacker an. Dies nahm so krasse Auswüchse an, dass im Jahr 2011 nach offiziellen Angaben 22 Touristen starben, hauptsächlich beim Schlauchreiten nach Drogenkonsum. Daraufhin griff die Regierung ein und sperrte zahlreiche Lokale und die Region spezialisierte sich eher auf Action-Unternehmungen wie Ballonfahren, Kayaking, Ziplining usw. Aber auch heute noch ist der Zugang zu harten Drogen ziemlich einfach, man bekommt sie wenn man will an vielen Bars. Uns wurde in einer Bar zusätzlich zur Speise- und Getränkekarte eine „spezielle“ Menükarte gegeben, darauf fanden sich Gras, LSD, Ecstasy, Pilze und alles was das Junkie-Herz begehrt… Wahnsinn oder? Wir fanden das zumindest sehr erschreckend!

Weihnachtsgrüße aus Laos

Die Ankunft in Bangkok war dann doch noch spannend, da unser Flug eine Stunde Verspätung hatte, und uns die Unterkunft in letzter Minute gekündigt hat, da für sie ein Check-In nach 22:00 Uhr zu kompliziert war… Egal, ärgern hilft nichts, wir buchten einfach spontan am Flughafen eine Neue, welche sich dann, obwohl des niedrigen Preises, als pure Luxus-Designer-Unterkunft in einem Reichenviertel herausstellte. Wir hatten nur einen ganzen Tag in Bangkok, aber dieser beinhaltete neben Wäsche waschen und Friseurbesuch auch einen interessanten Tempel namens Wat Laksi und abends noch einen spontanen Besuch eines thailändischen Konzertes…

Auf einen Kaffee mit den Igorot

Wie im letzten Beitrag schon angekündigt, schafften wir es nach Moalboal, indem wir von Anda mit sage und schreibe 3 Tricycles, einem Bus, einem Van, einer Fähre und einem Taxi fahren mussten. Gedauert hat der „Spaß“ eh nur fast 12h, da wir alle Anschlüsse super erwischten. Am nächsten Morgen ging es sogleich zum Strand, um mit den Sardinen um die Wette zu schwimmen. Auf dem Hinweg versuchen bereits viele Verkäufer uns eine überteuerte Schnorchelausrüstung zu verleihen, wir haben zum Glück ein Set dabei. Am Strand bietet uns dann ein französisches Pärchen an, dass wir von ihnen ein zweites leihen können, was wir dankend annehmen! Nur etwa 50m vom Ufer fällt das Korallenriff ab, und dort ziehen riesige Sardinenschwärme vorbei. Wenn man sich beim Abtauchen nähert, ändert sich die Schwarm-Formation nach einer ganz eigenen Dynamik. Es ist schon ein einmaliges Erlebnis, mitten durch so einen Schwarm von abertausenden Fischen durchzutauchen! Aber es kommt noch besser: eine Meeresschildkröte schwimmt vorbei, wir kommen ihr fast zum Angreifen nah. Wir „verfolgen“ sie einige Minuten, es scheint sie überhaupt nicht zu stören… Toll!

Bezauberndes Bohol

Diesmal hat es etwas länger für den nächsten Beitrag gedauert, aber die letzten Tage hatten wir einfach zu schlechtes Internet, um die Fotos hochzuladen. Am 1. Dezember ging unser Flug von der Insel Palawan nach Cebu. Insgesamt haben wir von El Nido bis Panglao 2 volle Tage gebraucht, mit einer Übernachtung in Cebu City und einer Fährenüberfahrt nach Bohol. Ihr seht schon, um von einer Insel zur nächsten zu kommen, braucht es schon Geduld, aber zugegeben, es wäre auch etwas schneller gegangen… Wir nahmen diesmal einige „öffentliche“ Verkehrsmittel wie Jeepneys und Busse, wie es die Locals (Einheimischen) auch tun, Faktor 5 billiger dafür Faktor 5 langsamer. Die bunt und mit religiösen (christlichen) Sprüchen bemalten Jeepneys werden mit Leuten vollgestopft, bis man sich nicht mehr bewegen kann. Regelmäßige Fahrpläne gibt es nicht, gefahren wird nach Bedarf. So kann es schon mal passieren, dass man 2 Stunden auf den nächsten Bus wartet. Ausgestiegen werden kann überall, man klopft einfach gegen das Dach oder schreit irgendwas.

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